Vögel

Feldsperling: Sie brüten gerne in Baumhöhlen oder Nistkästen, wenn Streuobstbestände an Äcker grenzen. Feldsperlinge fressen gerne Gräsersamen und Getreidekörner, füttern ihre Jungvögel aber mit Insekten. Der Verzicht auf Pestizide fördert die früher sehr häufige Art. Von ihren nahen Verwandten, den Haussperlingen, unterscheiden sie sich durch einen schwarzen Fleck in der Ohrengegend.

Gartenrotschwanz: Neben lichten Laub- und Mischwäldern gehören vor allem auch ältere Streuobstwiesen zum Lebensraum des Gartenrotschwanzes. Die Art ist auf insektenreiche Habitate angewiesen. Der Erhalt von Naturhöhlen oder passende Nistkästen helfen den Vögeln ebenso wie eine extensive Beweidung des Grünlandes.

Grünspecht: Dieser große Specht benötigt halboffene Landschaften mit alten Bäumen für den Bruthöhlenbau und vielen Ameisen, die gut erreichbar sein. Daher sind kurzrasige oder beweidete Flächen besonders wertvoll für diese Art.

Kleinspecht: Der Kleinste unserer heimischen Spechte ist in Hessen ein typischer Bewohner von Streuobstgebieten. Er besiedelt aber auch Laubwälder mit einem hohen Weichholzanteil. Besonders alte Bäume mit Totholzanteil sind wichtig, da der Kleinspecht hier nach Nahrung sucht und seine Bruthöhlen zimmert.

Neuntöter: Der Gebüschbrüter nutzt Streuobstwiesen, wenn er am Rand Hecken oder dornige Einzelgehölze wie Rosen oder Schlehen vorfindet. Die Art ernährt sich vorwiegend von Großinsekten, kleinen Reptilien, Kleinsäugern und selten auch von Jungvögeln anderer Vogelarten. Besonders während der Jungenaufzucht braucht der Neuntöter kurzrasiges, extensiv genutztes Grünland (Mahd, Beweidung), um leicht an seine Nahrung zu kommen.

Steinkauz
Steinkauz © Simon Thorn

 

Steinkauz: Der Steinkauz ist ein typischer Bewohner von Streuobstwiesen und hat in Hessen eine der wichtigsten Populationen in Deutschland. Daher ist der Erhalt dieses Lebensraumes für die Art so wichtig. Die kleine Eule bevorzugt warme und waldferne Lagen (Konkurrenz zum Waldkauz). Ab dem späten Nachmittag jagt der Steinkauz beispielsweise Mäuse, Insekten, Regenwürmer und Frösche. Neben großen Baumhöhlen oder speziellen Steinkauzröhren braucht der Steinkauz einen Mindestanteil von niedriger Vegetation und niedrige Ansitzwarten wie etwa Zaunpfähle für die Nahrungssuche.

Wendehals (Vogel) auf Baum
Wendehals © Simon Thorn

Wendehals: Streuobstbestände mit alten Bäumen und kurzer Bodenvegetation auf eher trockenen und warmen Standorten bieten für den Wendehals optimale Bedingungen. Ein Teil des Grünlandes sollte bereits ab April/Mai gemäht oder beweidet werden, damit die Vögel genug Nahrung (ausschließlich Ameisen und ihre Puppen) finden können. Genügend Baumhöhlen oder spezielle Nistkästen sind ebenfalls essenziell.